Zyklus- und Blutungsstörungen

Zyklus- und Blutungsstörungen

Menstruationszyklus:
wann normal, wann abnormal
Der Zyklus jeder Frau ist anders – und er verändert sich im Lauf des Lebens. Wenn die Blutung plötzlich zu stark, zu häufig, zu selten oder unregelmässig wird oder ganz ausbleibt, steckt fast immer eine gut fassbare Ursache dahinter – und die allermeisten davon sind harmlos und gut behandelbar. Auf dieser Seite ordnen wir ein, wann eine Blutung «aus dem Rahmen» fällt, woher das kommen kann und welche Wege es gibt. Den passenden Weg finden wir dann gemeinsam mit Ihnen.
Als normal gilt heute ein Zyklus, der ungefähr 24 bis 38 Tage auftritt, die Menstruationsblutung bis zu 8 Tage dauert und in Stärke und Regelmässigkeit ungefähr gleich bleibt (Munro et al. 2024). «Aus dem Rahmen» fällt eine Blutung vor allem, wenn sie
Wichtig: Nicht die absolute Menge zählt, sondern ob die Blutung Sie belastet oder Ihren Alltag einschränkt. In den ersten Jahren nach der ersten Regel muss sich der Zyklus erst einpendeln, und kurz vor den Wechseljahren wird er oft wieder unregelmässiger – beides gehört dazu und ist meist kein Grund zur Sorge.
Bitte melden Sie sich zeitnah – nicht erst beim nächsten Routine-Termin – bei einer Blutung nach den Wechseljahren, einer Blutung nach dem Geschlechtsverkehr, einer sehr starken oder nicht endenden Blutung oder bei Zeichen einer Blutarmut (Müdigkeit, Blässe, Atemnot bei Anstrengung). Diese Situationen schauen wir gern rasch an.
Um die Ursache zu finden, schauen wir auf zwei Gruppen (in der Fachsprache nach dem FIGO-Schema «PALM-COEIN»):
Beides kommt vor, manchmal auch zusammen – deshalb klären wir gezielt ab, bevor wir behandeln.
Bleibt die Regel über längere Zeit aus und sind Sie nicht schwanger, ist das ein eigenes Thema mit eigener Abklärung. Dahinter können ganz unterschiedliche Gründe stecken – von Stress, starker körperlicher Belastung oder Gewichtsveränderungen über Hormon- und Schilddrüsenstörungen bis zum Beginn der Wechseljahre. Hält der Zustand an, klären wir die Ursache in Ruhe ab; denn ein über längere Zeit bestehender Östrogenmangel kann auf Dauer auch die Knochen schwächen.
Am Anfang steht das Gespräch: Wie sieht Ihr Zyklus aus, was belastet Sie, welche Wünsche haben Sie – etwa zu Verhütung oder Kinderwunsch? Dazu kommen meist ein Ultraschall und ein Blutbild; je nach Situation prüfen wir die Hormone, schliessen eine Schwangerschaft aus und führen bei Bedarf eine kleine Gewebeprobe an der Gebärmutterschleimhaut durch. So finden wir nicht nur die häufigen, harmlosen Ursachen, sondern schliessen auch die selteneren, ernsteren zuverlässig aus.
Welche Behandlung passt, hängt stark von der Ursache und von Ihren Wünschen ab – ob Sie verhüten möchten, einen Kinderwunsch haben oder einen Eingriff lieber vermeiden würden. Den Plan stellen wir deshalb gemeinsam mit Ihnen auf. Grob gibt es drei Stufen, die wir einzeln oder kombiniert nutzen:
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Medizinischer Inhalt geprüft durch Dr. med. Michael Singer –